Neuigkeiten

22.01.2020, 08:30 Uhr
Die Weiterentwicklung von Senden braucht nun Kontinuität
Interview mit Florian Neymeyer

Florian Neymeyer betreibt in Senden eine Facebookseite zur Beobachtung der politischen Landschaft. In diesem Zusammenhang hat er mich um ein Interview gebeten. Dieses finden Sie im vollständigen Wortlaut hier.

Warum kandidieren Sie als Bürgermeister für die Stadt Senden?

 

Im Jahr 2014 haben mich die Sendener mit deutlicher Mehrheit zu ihrem Ersten Bürgermeister gewählt. Seitdem habe ich, gemeinsam mit den Sendenern, mich dafür eingesetzt, unsere Stadt zu gestalten und voranzubringen. Dieses gestalten macht mir große Freude. Gerne nenne ich einige Beispiele: Gemeinsam mit anderen Akteuren ist es mir gelungen, die Kinderbetreuung durch den Ausbau von fast 400 Kindergarten- und über 120 Krippenplätzen weiterzuentwickeln. Auch haben wir es geschafft, dringend benötigtem Wohnraum durch die Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft sowie private Investoren zu entwickeln. Es ist endlich gelungen, die Entwicklung des Webereigeländes anzustoßen, wo jetzt ein qualifiziertes Stadtumbaumanagement umgesetzt werden sollte. Auch der Umbau zum barrierefreien Bahnhof, der in diesem Jahr beginnt, kann genannt werden. All dieses gelang bei gleichzeitigem Schuldenabbau und der Schaffung von finanziellen Reserven für unsere Zukunftsprojekte. Diesen begonnenen Prozess fortzusetzen bedarf Kontinuität, damit auch die nächsten Schritte umgesetzt werden können. Dieser Aufgabe will ich mich – wie in den vergangenen sechs Jahren – mit vollem Herzblut und Engagement widmen. Erste Früchte der gemeinsamen Arbeit vieler Beteiligten zeigen sich. Darauf möchte ich gemeinsam mit allen Sendenern aufbauen.

Wie würden Sie sich einem Fremden in einem Satz beschreiben?

 

Ich bin engagiert, motiviert, zielorientiert, gradlinig und ausgleichend.

 

Was gefällt Ihnen an und in Senden?

 

Mir gefällt, dass wir uns in den letzten Jahren auf den Weg gemacht haben, unsere Stadt für die Zukunft aufzustellen. Gemeinsam mit vielen engagierten Menschen. Mit vielen Ideen, mit engagierten Vereinen und Institutionen. Toll ist auch die Lage von Senden an der Iller, den Badeseen die zur Erholung einladen. Und natürlich die Menschen die hier leben, sie sind der größte Schatz unserer Stadt Senden.

 

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen in Senden?

 

Es ist weiterhin notwendig, in familienfreundliche Strukturen zu investieren und den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Familienfreundlichkeit beginnt bei der Schaffung von Krippen- und Betreuungsplätzen für unsere jüngsten Einwohner, geht über vielfältige Schulformen, kontinuierliche Wohnraumentwicklung bis hin zu einer angemessenen, wohnraumnahen Betreuung und Pflege für die älteren Menschen, verbunden mit adäquaten Formen der Freizeitgestaltung. Und dies alles, ohne die soziale Infrastruktur zu überlasten. Daraus ergibt sich die Aufgabe, die Einnahmeseite der Stadt verbessern durch weitere Gewerbeansiedlungen. Und natürlich benötigen wir intelligente Verkehrskonzepte.

 

Bringen Sie bitte folgende drei Einrichtungen in eine Rangfolge nach ihrer Bedeutung für die

 

Stadt Senden: Bürgerhaus - Eislaufanlage – Schwimmbad

Ich halte es für wenig zielführend, eine Bedeutungsrangfolge für diese Einrichtungen aufzustellen. Ich sehe  alle drei Einrichtungen als wichtig für unserer Stadt. Schwimmbad und Eislaufanlage sind durch großartiges bürgerliches Engagement erst ermöglicht worden. Das Bürgerhaus ist für viele Vereine eine wichtige Einrichtung. Wir sollten uns, wie in den letzten Jahren geschehen, um alle drei Einrichtungen bemühen. Ich hoffe dass es gelingt, diese Einrichtungen kontinuierlich zu verbessern und zu entwickeln.

 

Wenn wir eine der drei genannten Einrichtungen aus finanziellen Gründen schließen müssten, welche würden Sie am ehesten schließen?

 

Mein Ziel ist es, die Finanzierung und den Erhalt der Einrichtungen zu sichern. Dies kann gelingen durch die Sanierung und Entwicklung des See- und Hallenbades. Ebenso sollten wir gemeinsam zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten der Eislaufanlage wie zum Beispiel durch die Jugendverkehrsschule erschließen und eine entsprechende Auslastung des Bürgerhauses anzustreben. Denn Freizeiteinrichtungen sind wichtige Infrastruktureinrichtungen für die Sendener und die Stadt Senden.

 

Wenn Sie gewinnen: Wie planen Sie mit dem Stadtrat zusammen zu arbeiten?

 

Die Ziele die wir für die Stadt erreichen wollen, können nur gemeinsam gelingen. Dafür braucht Senden motivierte, offene, mitreißende, sachliche und neugierige Stadträte die die Zukunft und die neuen Möglichkeiten (Gewerbe, etc.) mittragen. Bereits in den letzten Jahren gab es regelmäßigen Austausch und Zusammenarbeit mit vielen Stadträten. Mir ist dieser Dialog wichtig. Jedem Stadtrat – aber auch allen Sendenern – steht meine Tür für Gespräche offen. Nur gemeinsam können wir unsere Stadt gestalten. Dies haben wir erfolgreich die letzten Jahre bewiesen, denn  die Mehrheit der Beschlüsse erfolgte in großer Einmütigkeit. Naturgemäß finden allerding die strittigen Fragen größere Aufmerksamkeit, aber ein Ringen um die besten Lösungen zeugt auch von gelebter Demokratie .

 

Wenn Sie verlieren: Wie bringen Sie sich zukünftig in und für Senden ein?

 

Ich stelle mich den Sendenern zur Wiederwahl für eine zweite Amtszeit, daher erübrigt sich für mich die Auseinandersetzung mit dieser Frage.

 

Was schätzen Sie besonders an Frau Maren Bachmann?

 

Maren Bachmann hat – gemeinsam mit der SPD-Fraktion – erkannt, wie wichtig die Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft für die Wohnraumentwicklung für Senden ist.

 

Was schätzen Sie besonders an Frau Claudia Schäfer-Rudolf?

 

Claudia Schäfer-Rudolf hat sich in vielen Bereichen engagiert. Als Fraktionsvorsitzende der CSU zeigt sie mitunter gute Ideen oder unterstützt Verwaltungsvorschläge.

 

Was wollen Sie sonst noch los werden?

 

Ich bitte die Sendener weiterhin um Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Zunächst beim Eintragen in die Unterstützerunterschriftenlisten im Rathaus bis Anfang Februar. Da ich gemeinsam mit den Sendenern unsere Stadt in die Zukunft führen möchte, hoffe ich dann auf ein entsprechendes Wählervotum bei der Kommunalwahl im März 2020.

 

Ich lade dazu ein, sich gemeinsam mit mir einzusetzen für die Weiterentwicklung

 

•​der Grundschulen und der Wirtschaftsschule zum Bildungsstandort Senden,

•​des begonnenen Prozesses auf dem Webereigelände durch ein qualifiziertes Stadtumbaumanagement und die Realisierung der Projekte,

•​der sozialen Infrastruktur in den Bereichen Pflege, Ehrenamt und Familienfreundlichkeit,

•​des See- und Hallenbades durch Aktionen, Veranstaltungen und Sanierung,

•​des barrierefreien Bahnhofes und der damit verbundenen zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur in Senden mit Fußgängern, Fahrradfahrer, ÖPNV und Autoverkehr,

•​der Wohnraumschaffung für Senden durch verschiedene Handlungsansätze.