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08.01.2020, 18:01 Uhr
„Wir brauchen mehr Wertschätzung und Öffentlichkeit“
Raphael Bögge und Gemeinsam für Senden im Gespräch mit Pflegeeinrichtungen aus Senden

Zu einem Meinungsaustausch über die Pflegesituation in Senden hatten am heutigen Nachmittag Erster Bürgermeister Raphael Bögge und Gemeinsam für Senden eingeladen. Mit Vertretern von Haus Konrad, St. Elisabeth, Illersenio, der katholischen Sozialstation und dem Pflegedienst Soleo waren viele dieser Einladung gefolgt. „Das freut mich sehr und zeigt den großen Bedarf zu einem regelmäßigen Gespräch unter allen Akteuren“, freute sich Bögge. Diese regelmäßige Runde wurde als ein Ergebnis und Ziel für die Zukunft festgelegt.

In seiner Einführung machte der Alterswissenschaftler Johannes-Michael Bögge deutlich, wie groß der Bedarf an Pflegemöglichkeiten in Senden in Zukunft sein wird. „Deshalb ist es heute wichtig, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir Senden mit und für Senioren in Zukunft gestalten.“ Zu den Herausforderungen gehören auch die Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen und die Möglichkeit des Familiennachzuges für Angehörige von hier arbeitenden Fachkräften.

Doch schnell wurde der Blick darauf gelenkt, wie in Senden vor Ort gemeinsam die Herausforderungen gemeistert werden können. So könnte den Pflegekräften eine Kinderbetreuung morgens ab 6 Uhr sehr weiterhelfen, um ihrem Beruf nachzukommen. Außerdem dachten die Teilnehmer darüber nach, wie die Wertschätzung für Pflegekräfte gestärkt und Nachwuchs gewonnen werden kann. Zum Beispiel über einen Sendener Tag der Pflege. Wichtig war auch allen Beteiligten, dass die Politik sich stärker mit dem Thema Pflege beschäftigt. Zum Beispiel mit einem regelmäßigen Bericht im Jugend-, Sozial- und Demografieausschuss des Stadtrates.

Am Ende der Veranstaltung lobten die Teilnehmer die Idee der Austauschrunde. Alle würden gemeinsam am gleichen Strang ziehen. Nur gemeinsam könne die Pflege in Senden geschultert und organisiert werden. „Auf den Gedanken von heute möchten wir aufbauen“, sagte Raphael Bögge. „Es ist schön, dass wir in dieser Runde eine gemeinsame Basis gefunden haben, die uns ein gestalten ermöglicht.“