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04.12.2019, 16:25 Uhr
Inklusion und Integration in Senden Einrichtungsübergreifend organisieren
Gute Gespräche mit Kindergärten/ Grundschulen und Kultusministerium

In den letzten Monaten haben die Kindertageseinrichtungen von Senden ein Inklusionskonzept erarbeitet. Hauptziel ist es, Kinder, Familien und Einrichtungen mit einem Inklusionsbeauftragten zu unterstützen. Diesen Vorschlag hat die Arbeitsgemeinschaft Inklusion vor einigen Wochen der Stadtverwaltung unterbreitet. Dieser Gedanke wird von der Verwaltung ebenso wie von mir vollumfänglich unterstützt. Die Schaffung einer entsprechenden Personalstelle halte ich für zielführend. Mein Vorschlag ist es, dass diese Person von einem anerkannten Träger der Eingliederungshilfe, zum Beispiel der Lebenshilfe Donau-Iller, angestellt wird und die Kosten von der Stadt Senden im Rahmen des Betiebskostendefizits übernommen werden.

In den kommenden Tagen werde ich mich mit dem Arbeitskreis Inklusion zusammensetzen, um das weitere Vorgehen konkreter zu besprechen. Die notwendigen Haushaltsmittel sind im Haushaltsentwurf 2020 vorgesehen.

Meine feste Überzeugung ist darüberhinaus, dass Inklusionsbestrebungen nicht nach dem Kindergarten enden. Daher habe ich mit den Grundschulen in Senden, den Vertretern des Heilpädagogischen Zentrums und der Stadtverwaltung im November entsprechende Gespräche geführt. Immer mit dem Gedanken, wie kann Inklusion noch besser an den Grundschulen unserer Stadt gelingen. Unbestritten machen alle Einrichtungen eine gute Arbeit. Im Sinne der Schüler, Eltern und Lehrer sollten wir uns aber Gedanken über die Fortentwicklung machen.

Daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Lebenshilfe Donau-Iller den Vorschlag gemacht hat, im Rahmen des Neubaus oder der Sanierung des Heilpädagogischen Zentrums in dieser Einrichtung eine Regelgrundschule einzurichten. Diese kann – nach dem derzeitigen Gedankenstand – einzügig geführt werden. Die genaue Ausgestaltung muss in weiteren Gesprächen noch geklärt werden.

Vorteil dieses Weges: Wir können Kindern frühstmöglich die besten Förderungen und Unterstützungen zukommen lassen. Zweiter Vorteil: Durch diesen neuen Grundschulstandort kann eventuell der Bedarf an weiteren Klassenräumen an Grundschulen in Senden weitgehend aufgefangen werden.

Wenn nun eine Stadtratsfraktionen ähnlich lautende Anträge stellt, freue ich mich auf entsprechende Unterstützung aus dem Stadtrat. Denn nur gemeinsam können wir diesen Weg erfolgreich gestalten und selbstverständlich soll und muss der Stadtrat eingebunden werden.

Im November habe ich bereits erfolgreiche Gespräche mit der Spitze des Kultusministeriums im Freistaat Bayern geführt. Diese finden die Sendener Gedankengänge interessant und haben ihre Unterstützung zugesagt. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg – zum Wohle der Kinder und ihrer Familien.

 

Weitere Informationen aus der Modellregion Inklusion Kempten: http://www.zukunftbringts.de/index.php?option=com_content&view=article&id=403:die-modellreion-inklusion-kempten&catid=39:uncategorised&Itemid=60